Die Gebrüder Chubb, die nahe Winchester geboren wurden und dortselbst aufwuchsen, machten beide eine Lehre als Schmied. Charles zog 1804 in die Gegend um Portsea.
1818:
Die Geschichte von Chubb Safes beginnt mit der Konstruktion und Fertigung von Safes und Schlössern für Banken und Finanzinstitute.
1835:
Die Gebrüder Chubb lassen sich ihren ersten Safe patentieren. Die Engineering-Qualität wird schon bald anerkannt, die Produkte beruhen auf einer bis dahin nie da gewesenen Kunstfertigkeit.
1841:
Charles Chubb wird zum Schlosser des Prinzgemahls ernannt.
Für die Chubb Safes-Gruppe folgt Erfolg auf Erfolg; sie entwickelt und konstruiert weiterhin nur die besten physischen Sicherungsvorkehrungen für große Finanzinstitute wie die Bank of England.
1846:
Charles Chubb verstirbt am 16. Mai 1846 im Alter von 75 Jahren. Nach seinem Tod führt sein Sohn und Partner John Chubb die Geschäfte weiter.
1868:
Das Werk, in dem Safes und Tresorraumtüren gefertigt wurden und das sich seit 1837 in der Cowcross Street in London befand, wird 1868 in die Glengall Road nahe der Old Kent Road verlegt. Diese neue Fabrik hat in etwa dieselbe Größe wie die in Wolverhampton.
Die Produktion im Werk Glengall ist anfänglich ausschließlich auf feuer- und einbruchsichere Tresorräume, Safes und Schließfächer beschränkt. Als der Mietvertrag für das Werk in Wolverhampton 1882 ausläuft, wird die Schlösserfabrik Ende des Jahres nach London verlegt, zieht jedoch bei Fertigstellung des neuen Werks 1899 wieder nach Wolverhampton um.
1872:
John Chubb verstirbt 1872; auf ihn folgen seine Söhne John Charles, George Hayter und Harry Withers Chubb als einzige Partner. Zehn Jahre nach dem Tod des Vaters wird der Konzern in eine Privatgesellschaft mit beschränkter Haftung (private limited company, plc) umgewandelt. Die Firma beginnt zu expandieren und ihre Produkte im Ausland zu vertreiben.
Um den 80. Jahrestag der Gründung der Firma zu feiern, wird eine neue Schlösserfabrik in Wolverhampton errichtet. In ihr finden 350 Arbeiter und noch einmal etwa die gleiche Anzahl in einer neuen Safe-Konstruktionsabteilung Arbeit.
1900er:
In den folgenden zehn Jahren unterhält die Firma Fabriken in London und Wolverhampton, aber 1908 wird das Werk in der Glengall Road geschlossen und in eine neue Fabrik in Wolverhampton umgesiedelt. Die Übertragung wird wie eine militärische Operation gehandhabt, so dass möglichst wenig Arbeitszeit verloren geht. Die Männer verlassen London an einem Donnerstagnachmittag und haben den Rest der Woche Zeit, in Wolverhampton eine Unterkunft für sich und ihre Familien zu finden. Am folgenden Montag wird die Arbeit wieder aufgenommen; alles ist für einen neuen Arbeitsbeginn bereit.
Innehalb des Unternehmens hat seit jeher ein starker „Familiensinn“ geherrscht. Nicht nur das Management ist seit Gründung des Unternehmens in derselben Familie geblieben, nein, es gibt auch zahlreiche Mitarbeiter, deren Väter, Großväter und Urgroßväter schon für Chubb gearbeitet haben.
Von 1914 bis zum Ende des Kriegs gibt es einen ständigen Strom von Safes von der Admiralität und der Armee. Sprengstoffe und Schrapnellgranaten werden in großen Mengen hergestellt; die Produktion erreicht 1918 rund 4000 Granaten pro Woche.
1938 feiert das Unternehmen seinen 120. Geburtstag. Zu diesem Anlass eröffnet Lord Hayter (Sir George Hayter Chubb wurde 1928 zum Baron geadelt) eine neue Erweiterung der Fabrik in Wolverhampton bei einer Zeremonie, die mit seinem 90. Geburtstag zusammenfällt. Die neuen Gebäude umfassen eine Schlossfabrik sowie Büros, wodurch die gesamte Fabrikfläche auf 26.300 Quadratmeter ansteigt.
1948 werden zum ersten Mal Aktien von Chubb öffentlich angeboten. Die Sicherheit der Kronjuwelen im Tower von London wird verbessert und erweitert.
1954 beginnt die Fertigung von Chubb in Kanada mit der Gründung eines kanadischen Unternehmens.
Die Einführung einer neuen Baureihe von Safes von Chubb ist ein Meilenstein in der Safe-Konstruktion. Die rapide Verbreitung von Gasschweißbrennern ab 1947 hat zu einer Nachfrage nach einem preiswerten Safe geführt, der Schutz vor dieser spezifischen Angriffsart bieten kann. Solche Schutzvorrichtungen waren zwar schon seit den 1920er Jahren verfügbar, aber äußerst kostspielig, so dass sie nur von Banken und spezialisierten Einrichtungen verwendet wurden. Der Chubb Standard Anti Blowpipe-Safe war ein technischer Durchbruch, der weit reichende Auswirkungen nicht nur im Sicherheitssektor, sondern auch für Chubb selbst hatte.
1962 macht Chubb durch die Einführung der neuen TDR-Legierung (Torch and Drill resisting - beständig gegen
Gasschweißbrenner- und Bohrmaschinenangriffe) einen weiteren großen Schritt vorwärts.
1967 wird der erste Chubb Bargeldautomat in der Zweigstelle der Westminster Bank Limited in der Victoria Street installiert.
Die weitere Expansion des Unternehmens Chubb erfolgt durch organisches Wachstum und Akquisitionen.
2000:
Chubb teilt sich auf. Die Safes-Abteilung wird vom globalen Giganten Gunnebo aufgekauft, der der Gruppe Chubbsafes neues Leben einhaucht.
Die Chubbsafes-Produktpalette wird ständig von unserem technischen Engineering-Team erweitert, um höchste Qualitätsstandards sicherzustellen.
2004:
Chubbsafes ist organisch zu einem großen multinationalen Unternehmen gewachsen, das weltweit tätig ist. Es erweitert sein Know-how und seine Design- und Engineering-Fertigkeiten, um auf den internationalen Märkten Produkte anzubieten, die den höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Und daher vertraut man Chubbsafes weltweit – eben „trusted the world over“!